Einleitung

Man muss nicht zwangsweise einen bestimmten Weg gegangen sein um an einem First Flight Course Teil zu nehmen, erkennt man jedoch frühzeitig,
dass das Thema Wingsuit einen großen Reiz darstellt, so gibt es sinnvolle Dinge die einem den späteren Einstieg erleichtern und die Sicherheit maßgeblich steigern.

Wingsuit Legende, Mitbegründer von Birdman, Gründer und Geschäftsführer von Phoenix-Fly Robert Pecnic hat mal in einem Interview die Frage bekommen: "Was tut man am besten um sich gut auf das Ziel Wingsuitfliegen vorzubereiten?" , die Antwort war: "Das wichtigste ist, dass man vorher viel Zeit in der Luft verbringt, ganz egal welche Disziplin, ob RW, Tracken oder Freefly, Hauptsache viel Zeit in der Luft"! Ein wichtiger Satz welcher darauf hin deutet, dass man sich in dem Element "Luft" wohlfühlen muss, da die Wingsuit einen in den ersten Sprüngen ungewohnt stark einengt was eine gewisse "Ruhe" erfordert, eine "Ruhe" die nur dadurch entstehen kann, dass man nicht ohnehin noch andere Sorgen z.B. aufgrund geringer Sprungerfahrung, einer neuen Kappe oder Anderem mitbringt.


Das Tracken

Auch wenn wir eben gelesen haben das es ganz egal ist welche Art von Sprüngen man macht, ist es dennoch sinnvoll das Thema Tracken zu priorisieren. In erster Linie geht es darum, ein Bewusstsein für die Flugplanung und horizontale Orientierung zu entwickeln. Schlüpft man in eine Wingsuit mit 300 RW Sprüngen, so hat man höchstwahrscheinlich nur bei den Separationen auf den Boden geschaut, wenn man nicht gerade damit beschäftigt war die Mitspringer im Auge zu behalten. In der Wingsuit wird man mit einer völlig anderen Art eines Sprunges konfrontiert. Mal abgesehen von den Umständen der Bewegungseinschränkung, des Pullverhaltens, neuen Notsituationen und deren Prozeduren, muss man dann auch noch darauf achten eine Route zu fliegen um sich und andere Springer nicht zu gefährden.

Voraussetzungen zum Tracken
Befähigung durch den Ausbildungsleiter
maximale Bewölkung 4/8

Was sollte ich bei einem Track-jump zur Vorbereitung üben?

Generell sollte man alles üben was man schon ohne eine Suit üben kann.
Hierzu wird auf dieser Seite nicht weiter eingegangen, da dies in Absprache mit einem Wingsuit Instructor oder sehr erfahrenen Wingsuit Piloten geschehen muss -> Kontakt. (beachte: Befähigung durch den Ausbildungsleiter)
Es gilt die generelle Regel einer Ausbildung: Vom einfachen zum schwierigen -> Eine Sache zurzeit lernen und diese Konditionieren.


Die Tracksuit

Erfahrene Tracker können die nächste, sehr effektive Stufe der Vorbereitung einleiten, das Verwenden einer Tracksuit. Für das Fliegen mit einer Tracksuit bedarf es in jedem Falle eine Einweisung eines Wingsuit Instructors oder eines sehr erfahrenen Wingsuit Piloten / erfahrenen Tracksuit Piloten sofern dies vom Ausbildungsleiter genehmigt ist.
Des Weiteren muss zwischen verschiedenen Tracksuits unterschieden werden.
Aufgrund der mittlerweile großen Auswahl an Herstellern und deren Tracksuits bedarf es gewissen Auswahlkriterien. Als einfachste Einsteigertracksuit ist die Standard Tracksuit von Phoenix-Fly zu priorisieren (Mindestsprunganzahl lt. Phoenix-Fly: 80 Skydives) empfohlen: 100 Skydives.
Die Powertracksuit von Phoenix-Fly besitzt wesentlich mehr Volumen und ist schwieriger zu kontrollieren. Die Tube 3 von Pressurized sowie die Tracksuit von Intrudair sind vom Volumen her in die Kategorie der Powertracksuit einzuordnen und werden nur Springern empfohlen welche bereits eine Wingsuit Befähigung besitzen.

Tracksuits haben ein meist unterschätztes Potential und schaffen bei entsprechendem fliegerischen können enorme Flugzustände die sogar manchen Wingsuitflieger alt aussehen lassen können. Besonders aufgrund dieses Potentials muss auf die Sicherheit geachtet werden da man sich mit einer Tracksuit sehr nah an einer Wingsuit bewegt wodurch fachgerechte Exits, eine Flugroutenplanung und Weiteres eingewiesen werden muss!